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  • Elfi Singer

BAUKINDERGELD

Aktualisiert: 24. Aug 2019

Baukindergeld: Mission erfüllt oder milliardenschwere Fehlsubvention?

Rund ein Jahr nach der Einführung nimmt der Streit um das Baukindergeld wieder Fahrt auf. Ist es eine zielgerichtete Förderung, die Familien den Weg in die eigenen vier Wände erleichtert, oder doch eine milliardenschwere Fehlsubvention? Darüber streiten sich aktuell die Experten von LBS und Deutscher Mieterbund.


Das Baukindergeld war schon während seiner Einführung umstritten. Gegner befürchteten vor allem, dass es lediglich zu Mitnahmeeffekten bei Familien führt, die sich den Kauf der eigenen vier Wände ohnehin leisten können. Befürworter erhofften sich hingegen, dass damit gezielt Familien der Weg ins Eigenheim erleichtert wird. Rund ein Jahr nach der Einführung nimmt die Debatte um das Baukindergeld neue Fahrt auf.


Falsche Unterstellungen

Axel Guthmann, Verbandsdirektor der Landesbausparkassen, hat nun ein positives Zwischenfazit zum Baukindergeld gezogen. „Das Baukindergeld wird anders als unterstellt in erster Linie von Familien mit geringem und mittlerem Einkommen in Anspruch genommen. Außerdem fließt die Förderung vor allem in strukturschwächere Flächenländer sowie in den Kauf bestehender Immobilien – und das ist auch gut so“, so Guthmann. Er bezieht sich dabei auf Zahlen von LBS Research.


Mittlere Einkommen dominieren

Von September 2018 bis Ende März 2019 entfielen laut der Auswertung der Landesbausparkassen fast drei Viertel der bewilligten Baukindergeldanträge auf Familien im mittleren Einkommensbereich zwischen 20.000 und 60.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen. Familien mit höheren Einkommen hätten hingegen sogar etwas seltener als Geringverdienende mit weniger als 20.000 Euro Jahreseinkommen das Baukindergeld beantragt und erhalten.

Quelle: AS Compact




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